Burgkapelle St. Pankratius
Kreuz

Baubeschreibung

Unter Hugo von Liechtenstein um 1130 errichtet und dem Heiligen Pankratius geweiht, dient dieser einmalige Sakralraum auch heute noch religiöser Andacht.

Die fast 900 Jahre alte Burgkapelle hat, unbeschadet, die Jahrhunderte überdauert – sie bildet das „Herz der Burg Liechtenstein“ – der Stammburg der Fürsten von Liechtenstein. Die Kapelle war bereits bei Ihrer Errichtung zwischen 1130-40 Teil einer Burganlage, bei der noch wesentliche Teile der romanischen Anlage bis heute erhalten sind.

Die Kapelle entspricht den Kapellentyp des 12. Jh. Ein gedrungener, rechteckiger Raum, von 4,86 x 3,48 m, ist von einem romanischen Kreuzrippengewölbe überdeckt. An den 2,46 m breiten Chorbogen schließt gegen Osten eine Halbkreis-Apside an. Die Außenwände der Kapelle sind in Lisenen mit Würfelkapitellen gegliedert.

Wie Karl Kubes nach Karl Oettinger meint, gehört Thernberg mit Heiligenkreuz, die Stiftskirche Klosterneuburg, die Burgkapelle Liechtenstein und der Kapitelsaal von Zwettl zu einer Bautengruppe.

Burgansicht 1610

Kunsthistorische Untersuchungen, aber auch aktuelle Vergleiche mit bekannten Bauten vor bzw. um Mitte des 12. Jahrhunderts, weisen auf spezielle Bezüge zur romanischen Stiftskirche von Klosterneuburg hin. Das Klosterneuburger Portal weist auf das 1. Drittel des 12. Jahrhunderts hin. Schon Donin bezeichnete das Portal der Burgkapelle deshalb als „das älteste, in ursprünglicher Form erhaltene, Kapellenportal unseres Landes.“

Die Burgkapelle St. Pankratius gilt als eine der wenigen erhalten romanischen Herrscherkapellen in Österreich

Burgansicht ca. 1610